Bannerbild
Link verschicken   Drucken
 

Arbeitsformen

Die Arbeitsweise der Mobilen Jugendarbeit Freudenstadt basiert auf den für die Mobile Jugendarbeit typischen vier Methoden Streetwork, Einzelfallhilfe, Cliquenarbeit und Gemeinwesenarbeit. Ergänzend verfolgt die Mobile Jugendarbeit einen fünften Arbeitsansatz: die virtuelle Arbeit. In allen Arbeitsformen sind die Arbeitsprinzipien handlungsleitend

 

Streetwork

Das Aufsuchen der Adressat*innen an öffentlichen Plätzen ist der zentrale Bestandteil der Mobilen Jugendarbeit Freudenstadt. Das Streetwork ist die Ausgangsbasis für alle anderen Methoden. Dabei wird Kontakt geknüpft und Vertrauen aufgebaut.

 

Individuelle Begleitung

Im Rahmen der Begleitung werden die individuellen Problemlagen bearbeitet. Dies erfolgt nach dem Prinzip der Selbsthilfe. Grundsätzlich soll die Begleitung dem Klienten/ der Klientin dienen, zukünftig Probleme möglichst selbständig zu lösen. In der Begleitung erfahren die Adressat*innen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer individuellen Probleme.

 

Cliquenarbeit

Im Rahmen der Cliquenarbeit werden die Wünsche und Gedanken der Cliquen im öffentlichen Raum geklärt. In Absprache mit den jungen Menschen und unter deren Beteiligung werden bedarfsorientierte Angebote soweit möglich umgesetzt. Ob Angebote angenommen werden, hängt von der Bereitschaft der einzelnen Cliquen und Cliquenmitgliedern und vor allem von der Beziehung zwischen Sozialarbeitenden und ihnen ab. Die Mobile Jugendarbeit Freudenstadt fokussiert sich bei der Cliquenarbeit auf Tagesaktionen und kurzweilige Angebote in Projektform.

 

Gemeinwesenarbeit

Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit vertreten die Mitarbeitenden die Interessen der und Cliquen. Sie ergreifen Partei, unterstützen diejenigen, die bisher wenig Unterstützung erhalten haben, und versuchen ihnen Gehör im Gemeinwesen zu verschaffen. Außerdem sind die Mitarbeitenden Teil verschiedener Gremien, um dort auch die Interessen der Adressat*innen zu vertreten. Ebenso nehmen die Mitarbeitenden den Sozialraum mit all seinen Ressourcen und Mängeln wahr, haben die Gestaltungs- und Veränderungsmöglichkeiten im Blick und treiben diese voran. Die Mitarbeitenden aktivieren die jungen Menschen, den Sozialraum im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzugestalten. Außerdem arbeiten die Mitarbeitenden daran, die Gesellschaft durch verschiedene Projekte für die Zielgruppe zu sensibilisieren sowie Ängste und Vorurteile abzubauen.

 

Virtuelle Arbeit

Die Mobile Jugendarbeit Freudenstadt nutzt die Kommunikationsformen, die auch die jungen Menschen verwenden, d.h. Social Media, WhatsApp, Facebook, Instagram, SMS, Handytelefonie und E-Mail. Die virtuelle Arbeit ergänzt das Kommunikations-spektrum der Mobilen Jugendarbeit. Sie basiert genau wie die physisch aufsuchende Arbeit auf den vier Säulen Streetwork, Einzelfallhilfe, Cliquenarbeit und Gemeinwesenarbeit. Die Ziele der Präsenz im Internet sind Kontaktpflege und -gestaltung, Lebensweltorientierung, alltagsnahe Medien- und Handlungskompetenz, Ressourcenorien-tierung, gesellschaftliche Teilhabe, Information und Aufklärung. Die zehn bereits beschriebenen Arbeitsprinzipien gelten dabei analog.

 

Virtuelle Streetwork

Die virtuell aufsuchende Arbeit ist eine Form von Streetwork. Über Messenger sind die Mitarbeitenden erreichbar und suchen die Adressat*innen, die sie bereits kennen, über die Sozialen Medien auf. Auch im virtuellen Raum sind sie zu Gast in der Lebenswelt und die Hilfe basiert auf der Freiwilligkeit. Diese Arbeit dient dazu, die Lebenswelten besser kennenzulernen und aktuelle Trends und Entwicklungen wahrzunehmen. Der Zugang über Soziale Medien dient dazu, bei konkreten Anliegen der Adressat*innen einen Termin face-to-face zu vereinbaren. Die virtuell aufsuchende Arbeit hat eine Brücken- und Vermittlungsfunktion zwischen dem virtuellen und realen Raum.

 

Virtuelle Einzelfallhilfe

Die Mitarbeitenden nutzen die Sozialen Medien in der Einzelfallhilfe, um mit den Adressat*innen Termine zu vereinbaren, bei bestimmten Themen nachzufragen oder ihnen wichtige Informationen zu schicken. Die virtuelle Arbeit soll Nähe zu den Adressat*innenherstellen und unkomplizierte, schnelle Hilfe ermöglichen. Die virtuelle Einzelfallhilfe bildet eine Brücken- und Vermittlungsfunktion zwischen dem virtuellen und realen Raum. Sie ersetzt die realen Termine mit den Klient*innen keineswegs.

 

Virtuelle Cliquenarbeit

Im Rahmen der virtuellen Cliquenarbeit motivieren die Mitarbeitenden Cliquen mithilfe von Gruppenchats in Messengern zu Aktivitäten und Projekten. Die jungen Menschen werden dadurch motiviert, sich aktiv in die Planung einer Aktion einzubringen und sich zu beteiligen.

 

Virtuelle Gemeinwesenarbeit

Die Mitarbeitenden nutzen die Sozialen Medien im Rahmen der virtuellen Gemeinwesenarbeit, um wichtige Themen in der Öffentlichkeit zu platzieren und die Öffentlichkeit für die Themen der Adressat*innen zu sensibilisieren. Außerdem werden Veranstaltungen und Neuigkeiten von den Mitarbeitenden in den Sozialen Medien breit gestreut. Die Mitarbeitenden nutzen die virtuelle Gemeinwesenarbeit außerdem zum Aufbau von Hilfsnetzwerken.

 

Die Grundlage in den verschiedenen Arbeitsformen ist immer die Beziehung. Beziehungsarbeit gelingt durch das Streetwork und benötigt Zeit. Streetwork ist der Türöffner für die Adressat*innen zum Hilfesystem, weshalb der Fokus in der Arbeit der Mobilen Jugendarbeit Freudenstadt auf das Streetwork gerichtet ist.